WordPress-Kosten verständlich einordnen

Was kostet eine WordPress-Website? Kosten, Bestandteile und Einflussfaktoren

Redaktion webdesignkosten.de Stand:

Die WordPress-Software ist Open Source und verursacht keine klassische Lizenzgebühr – eine professionell erstellte WordPress-Website ist deshalb aber nicht kostenlos. Die Software ist nur ein Baustein. Die eigentlichen Kosten entstehen durch die benötigten Leistungen, das Design, Funktionen, Inhalte und den laufenden Betrieb.

Weil eine WordPress-Website vom kleinen Informationsauftritt bis zum umfangreichen Projekt reichen kann, gibt es keinen einzelnen „WordPress-Preis“. Dieser Ratgeber zeigt neutral, woraus sich die Kosten zusammensetzen, was einmalig und was laufend anfällt und wodurch sich WordPress-Projekte unterscheiden.

Ist WordPress kostenlos? Software und Website sind nicht dasselbe

Die WordPress-Software selbst kann als Open-Source-Software ohne klassische Kauf- oder CMS-Lizenzgebühr genutzt werden. Eine fertige, professionell umgesetzte WordPress-Website verursacht trotzdem Aufwand und – je nach Projekt – weitere Kosten, etwa für Hosting, Domain, Konzeption, Design, Einrichtung, Anpassungen, Plugins, Inhalte, Migration, Wartung oder Support. Nicht jede dieser Positionen fällt bei jedem Projekt an, und nicht jede wird separat berechnet.

WordPress.org und WordPress.com – nicht dasselbe

WordPress.org ist die Open-Source-Software für selbst gehostete WordPress-Websites; sie benötigt eigenes Hosting und eine Domain. WordPress.com ist ein gehosteter Dienst mit eigenem Tarifmodell, bei dem Hosting und Betrieb enthalten sind, die Anpassung aber eingeschränkter sein kann. Dieser Ratgeber behandelt in erster Linie professionelle Websites auf Basis von WordPress als CMS (WordPress.org) – kein WordPress.com-Tarifvergleich.

WordPress ist ein CMS, kein Projekttyp

WordPress ist ein Content-Management-System, also ein technischer Lösungsweg – kein bestimmter Projekttyp. Eine WordPress-Website kann eine kleine Informationsseite, eine Unternehmenswebsite, eine mehrsprachige Website oder eine Website mit individuellen Funktionen sein. Genau deshalb gibt es keinen einheitlichen WordPress-Preis: Den Aufwand bestimmt das Projekt, nicht das CMS.

Woraus setzen sich die Kosten einer WordPress-Website zusammen?

Die Kosten entstehen in mehreren Bereichen. Die Grafik zeigt die typischen Bausteine – die Software allein ist dabei nur die Basis, nicht die fertige Website.

Vier Kostenbereiche einer WordPress-Website: Basis (WordPress-Software, Hosting, Domain), Erstellung (Konzept, Design, Umsetzung, Inhalte), Erweiterungen (Theme, Plugins, individuelle Funktionen) und Betrieb (Wartung, Updates, Backups, Support), die zusammen die fertige Website ergeben.
Die Kosten setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Nicht jede Position fällt bei jedem Projekt an.

Die folgende Übersicht ordnet die wichtigsten Bestandteile ein – ob sie einmalig oder laufend anfallen, hängt vom Projekt und vom vereinbarten Leistungsumfang ab.

WordPress-Kostenbestandteile im Überblick
Kostenbestandteileinmalig / laufendwann relevantwodurch beeinflusst
WordPress-Softwarekeine Lizenzgebührimmer (Basis)Open Source (WordPress.org)
HostinglaufendimmerLeistung, Projektgröße, Managed-Umfang
Domainlaufend (meist jährlich)immerAnzahl und Endung
Theme / Designeinmalig, ggf. Lizenz laufendmeistfertig, angepasst oder individuell
Pluginsmodellabhängigje nach Funktionfrei oder kostenpflichtig, Wartbarkeit
Umsetzung & AnpassungeinmaligmeistUmfang, Individualität, Integrationen
Wartung, Updates, BackupslaufendempfohlenSetup und Betreuungsmodell

Einmalige und laufende Kosten

Ein Teil der Kosten fällt einmalig im Projekt an, ein anderer wiederkehrend im Betrieb. Manche Positionen – etwa Plugin- oder Theme-Lizenzen – können je nach Modell einmalig oder wiederkehrend sein.

Zwei Zonen: einmalige Projekt-/Erstellungskosten (Konzept, Design/Theme, Einrichtung, Umsetzung, Inhalte, Migration) links, laufende Betriebskosten nach dem Launch (Hosting, Domain, Wartung/Updates, Backups, Support, modellabhängige Lizenzen) rechts.
Einmalige Projektkosten und laufende Betriebskosten – manche Lizenzen sind modellabhängig.

Die laufenden Betriebskosten sind nicht WordPress-spezifisch allein: Domain, Hosting und Wartung fallen bei den meisten Websites an. Welche allgemeinen Posten hier entstehen und worauf Sie bei Paketen achten sollten, erklärt der Ratgeber Laufende Kosten einer Website. WordPress-spezifisch kommen vor allem Plugin- und Theme-Lizenzen sowie der Update-/Kompatibilitätsaufwand hinzu.

Theme, Plugins, technische Umsetzung und Hosting

Themes

Für die Gestaltung gibt es unterschiedliche Wege: ein vorhandenes Theme, ein angepasstes Theme, eine individuelle Theme-Entwicklung oder eine Umsetzung mit dem Block-/Site-Editor. Keiner dieser Wege ist pauschal besser. Wichtig ist: Ein Theme ist nicht automatisch eine fertige Website. Auch bei einem vorhandenen Theme können Leistungen für Struktur, Gestaltung, Anpassung, Inhalte, Konfiguration und Tests nötig sein.

Plugins

Plugins erweitern den Funktionsumfang. Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Plugins; kostenpflichtige laufen häufig über wiederkehrende Lizenzen. Hinzu kommen Einrichtung, Konfiguration, mögliche individuelle Erweiterungen sowie Abhängigkeiten und Kompatibilität. Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern Funktionsumfang, Qualität und Wartbarkeit – „viele Plugins“ sind nicht per se ein Problem.

Page Builder und Block Editor

Die technische Umsetzung kann auf dem WordPress-Block-Editor (Gutenberg), einem Page Builder oder individuellen Templates basieren. Das kann Erstellung, spätere Bearbeitbarkeit, Lizenzkosten, Wartung und technische Abhängigkeiten beeinflussen. Welcher Weg passt, hängt vom Projekt ab – ein „bester“ Builder lässt sich nicht allgemein benennen.

Hosting

Hosting ist nicht WordPress selbst, sondern die Serverumgebung, in der WordPress läuft. Die Anforderungen hängen vom Projekt ab. Managed WordPress Hosting kann zusätzliche Leistungen wie Updates, Backups oder Sicherheit enthalten; ein günstiger Tarif und ein betreutes Hosting sind deshalb nicht automatisch dasselbe Leistungsprodukt. Wie bei jedem aktiv betriebenen CMS müssen Software, Erweiterungen und Umgebung gepflegt werden – das ist eine Frage der Betreuung, kein WordPress-Sonderfall.

WordPress-Website erstellen lassen: was kostet die Dienstleistung?

Wer eine WordPress-Website erstellen lässt, bezahlt nicht primär „für WordPress“, sondern für die vereinbarten Leistungen rund um das Projekt: Konzeption, Design, Einrichtung, Anpassung, Entwicklung, Inhalte, Tests und Übergabe. Wie ein solches Projekt konkret abläuft und wovon die Dauer abhängt, zeigt der Ratgeber Website erstellen lassen: Ablauf & Dauer.

Ob eine Agentur oder ein Freelancer beauftragt wird, ist dabei ein Kostenfaktor, aber die Preisunterschiede lassen sich nicht allein aus der Bezeichnung ableiten – dazu hilft der Ratgeber Webdesign-Agentur oder Freelancer?. Eine erste Größenordnung für die Erstellung liefert die Seite zu den Kosten einer Unternehmenswebsite; die dort genannten Werte sind Netto-Orientierungswerte, kein Marktdurchschnitt.

Was ein WordPress-Projekt günstiger oder aufwendiger macht

WordPress kann sowohl relativ standardisierte Websites als auch stark angepasste Projekte abbilden. Die Kosten steigen nicht, „weil WordPress teuer wird“, sondern weil bestimmte Anforderungen zusätzlichen Aufwand verursachen – zum Beispiel:

  • Umfang und Anzahl unterschiedlicher Seitentypen
  • individuelles Design statt angepasstem Standard
  • individuelle Funktionen und besondere Workflows
  • Schnittstellen zu externen Systemen
  • spezielle Datenstrukturen oder individuelle Templates
  • Migration bestehender Inhalte
  • Mehrsprachigkeit

Ein Shop auf WordPress-Basis (etwa mit WooCommerce) ist ein Beispiel dafür, wie zusätzliche Funktionen den Projektumfang deutlich verändern können; die Kosten dafür betrachtet die Seite zu den Online-Shop-Kosten gesondert.

Ist WordPress günstiger als eine individuell programmierte Website? Nicht pauschal. WordPress bringt bereits CMS-Funktionen und ein großes Erweiterungsmodell mit, sodass manche Funktionen nicht von Grund auf entwickelt werden müssen. Der tatsächliche Projektaufwand hängt aber weiterhin von Design, Anpassungen, Funktionen, Integrationen, Inhalten und Betrieb ab.

Was für eine realistische Kosteneinschätzung geklärt sein sollte

Je klarer das Vorhaben beschrieben ist, desto belastbarer lässt sich der Aufwand einschätzen. Diese Punkte helfen bei der Vorbereitung:

Art & Umfang

  • Welche Art Website und welches Ziel?
  • Welche Seitentypen werden benötigt?

Design & Funktionen

  • Individuelles oder angepasstes Design?
  • Welche Funktionen und Erweiterungen?

Inhalte & Bestand

  • Sind Inhalte vorhanden?
  • Bestehende Website/Migration? Mehrsprachigkeit?

Betrieb & Schnittstellen

  • Wer übernimmt Wartung und Updates?
  • Gibt es besondere Schnittstellen?

Sobald Ihnen Angebote vorliegen, hilft ein strukturierter Vergleich – siehe Website-Angebote vergleichen.

Häufige Fragen

Ist WordPress kostenlos?

Die WordPress-Software (WordPress.org) ist Open Source und verursacht keine Lizenzgebühr. Eine fertige Website ist damit nicht kostenlos: Hosting, Domain, Erstellung und Betrieb kommen hinzu. WordPress.com ist dagegen ein gehosteter Dienst mit eigenen Tarifen.

Was kostet es, eine WordPress-Website erstellen zu lassen?

Einen einheitlichen Preis gibt es nicht. Bezahlt werden die vereinbarten Leistungen – Konzeption, Design, Einrichtung, Anpassung, Inhalte, Tests und Übergabe. Wie hoch der Aufwand ausfällt, hängt von Umfang, Design, Funktionen und Inhalten ab. Eine erste Größenordnung liefert der Kostenrechner.

Welche laufenden Kosten hat eine WordPress-Website?

Typisch sind Hosting und Domain sowie – je nach Setup – kostenpflichtige Plugin- oder Theme-Lizenzen und Wartung mit Updates und Backups. Die allgemeinen Betriebskosten erklärt der Ratgeber zu den laufenden Website-Kosten.

Kosten WordPress-Plugins und Themes immer Geld?

Nein. Viele Themes und Plugins sind kostenlos, andere kostenpflichtig – teils als wiederkehrende Lizenz. Entscheidend sind Funktionsumfang, Qualität, Wartbarkeit und Abhängigkeiten, nicht der Preis allein.

Weiterführende Quellen

Nächster Schritt

Eigene Projektkosten berechnen

Beantworten Sie wenige Fragen zu Ihrem Projekt und erhalten Sie direkt eine individuelle Netto-Kostenorientierung.

  • Schnell & einfach
  • Unverbindlich
  • Individuelles Ergebnis